Herzlich Willkommen in der Landeskirchlichen Gemeinschaft Güstrow!


Unser nächster Gottesdienst findet am 26. Mai 2024 um 10.00 Uhr mit Abendmahl

und Kindergottesdienst statt.

Sie sind herzlich dazu eingeladen.



Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Woche 


Monatsspruch Mai 2024:

 

Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt,

aber nichts soll Macht haben über mich.

1. Korinther 6,12 (Bild von Jack Drafahl auf Pixabay)

 

„Ich kann machen, was ich will. Das ist meine Entscheidung, richtig?!“ So denken viele Menschen. Wer will sich schon von anderen Vorschriften machen lassen? Dieser Ansicht waren schon vor 2000 Jahren die Menschen in der Hafenstadt Korinth. 

 

Heute merken wir immer deutlicher, dass unser Verhalten Auswirkungen hat. Auf die Umwelt – die Natur, unsere Mitmenschen. Wenn bestimmte Länder, Firmen oder einzelne Menschen Müll in die Meere werfen, dann spült das Meer diesen Müll teilweise wieder an unsere Strände. Fische und Vögel fressen ihn, werden davon krank oder sterben daran. Wenn ich mit einem anderen Menschen nur auf Konfrontationskurs bin, nicht kompromissbereit oder kompromissfähig, werden wir beide Schaden nehmen: psychisch, körperlich. Oder wir trennen uns und brechen jeglichen Kontakt ab.

 

Auch jede ethische und moralische Entscheidung, die ich treffe, hat ihre Folgen. Die Christen in Korinth meinten zum Beispiel, es sei kein Problem zu einer Prostituierten zu gehen. Der Körper vergehe sowieso eines Tages. Deshalb könnten sie mit ihm machen, was sie wollten. Der Apostel Paulus gibt zu bedenken: „Nicht alles dient zum Guten.“ Er sieht Gott als den an, der definiert, was wirklich gut für uns ist. Freilich habe ich die Freiheit, Milch statt Benzin in den Tank meines Autos zu schütten. Aber es dient nicht zum Guten. Ich kann meinen Müll in die Umwelt werfen, aber es dient nicht zum Guten. Ich kann ständig über die Fehler anderer Menschen sprechen. Aber es dient nicht zum Guten. Ich kann die Frauen wechseln wie mein Unterhemd. Aber es verletzt, macht bindungsunfähig und schadet den Kindern, die davon ggf. betroffen sind. Ich kann zu einer Prostituierten gehen. Aber ich verbinde mich mit ihr körperlich. Nach Gottes Willen ist das nicht gut. Er hat uns zu beständigen und treuen Beziehungen geschaffen. Außerdem: Jesus Christus hat mich erlöst. Er hat mich mit sich verbunden. Er wird mich leiblich auferwecken. Mit wem will ich nun unlösbar verbunden sein? Mit ihm oder der Prostituierten?

 

Und noch eins: „Es soll nichts Macht über mich haben.“ Wie viele Menschen brüsten sich, dass sie machen können, was sie wollen. Aber dabei werden von ihren Trieben bestimmt und von ihrer Lust beherrscht. Erst wenn ich ausprobiere, wie frei ich wirklich bin, merke ich, ob ich gebunden bin oder nicht. Manche Menschen stellen sich dem bei der Aktion „Sieben Wochen ohne“. Kann ich zum Beispiel für einen längeren Zeitraum auf Schokolade, digitale Medien oder Alkohol verzichten? Halte ich mich konsequent von Pornografie fern? Oder ist das Verlangen danach stärker als ich? Hat es Macht über mich?

 

Merke ich, dass ich beherrscht werde, ist es richtig gut, mir Hilfe zu suchen. Gut ist ein Mensch, dem ich Rechenschaft gebe über mein Verhalten in dem Lebensbereich, an dem ich arbeiten möchte. Ein Mensch, dem ich die Erlaubnis gebe, mich danach zu fragen. Als Christ ist auch die Beziehung zu meinem Herrn wichtig, zu Jesus Christus. Gottesdienst, Gebet, Gemeinschaft und Austausch mit anderen Christen, Bibellesen und Abendmahl sind die Kraftquellen, die er mir gegeben hat. Bist du Christ, so gehörst du nicht mehr dir selbst. Jesus Christus hat dich und mich teuer erkauft. Deshalb sollen wir uns nicht von anderen Dingen beherrschen lassen. Deshalb sollen wir mit unserem Körper nicht Ungutes tun. Wir sind befreit, Gott mit dem zu ehren, was wir tun und lassen. Er gebe Dir und mir die Kraft dazu.

 

Eine gesegnete Zeit!

Gabriel Möbius